Im Kinodokumentarfilm KITKATCLUB – KINKS OF BERLIN tauchen wir ein in die geheimnisvolle Welt eines der ikonischsten Clubs weltweit – und begleiten ganz unterschiedliche Menschen durch ihre Berliner Nächte.
Wir erleben Tim alias Raven Van Krueger, wie er als Drag-Künstler durchstarten will. Elisa entdeckt mit ihren Freund:innen eine neue Sexualität, ein BDSM-Pärchen liebt öffentlich, ein DogPlay-Duo lebt Stabilität und Exzess. David versucht, sich aus der Sucht zurückzukämpfen, und Clubgründer Simon scheint wie aus der Zeit gefallen – so wie viele, die einst das Fundament des legendären KitKatClubs legten.
Performances, Kämpfe um Konsens, zarte Gespräche mit Vätern, Begegnungen zwischen Körpern und Seelen. KITKATCLUB – KINKS OF BERLIN ist eine cineastische Erfahrung über Freiheit, Nähe, Identität, Sex und das Verlernen von Scham – ungeschönt und poetisch zugleich
Tim hofft auf seinen Durchbruch als Drag-Performer Raven Van Krueger. Tagsüber ist er auf das Jobcenter angewiesen, während er an seinen Shows arbeitet. Ins KitKat geht er nur in Drag, steht auf der Gästeliste und lebt in provokanten Performances auf der Bühne des Clubs auf. Dort findet er die Anerkennung, die ihm im Alltag fehlt und lebt seinen Traum. Doch auf jedes High folgt ein Low, und das Pendel schlägt mit der Zeit immer stärker aus.
Oli und Foxy sind ein Paar und leben eine Owner-/Pet-Play-Dynamik: Oli übernimmt die Rolle des Herrchens, Foxy die des Hundes. Gemeinsam mit ihrem Rudel bewegen sie sich zwischen extremem Gruppensex und Fürsorge mit liebevollen Streicheleinheiten. Wir begleiten die beiden zu Partys und in ihr Zuhause und kommen dem Hundeleben mit seinen festen Regeln und der Stabilität, die diese bieten, näher.
Simon Thaur, Mitgründer des KitKat, lebt asketisch und ist Hedonist. Als Dom mit einer langen Geschichte in der BDSM-Szene, öffentlichem Sex und extremen Pornofilmen verkörpert er eine alte Schule des Hedonismus. Als Pornoregisseur verwirklicht er sich künstlerisch und finanzierte in den Anfangszeiten mit den Filmen den Club mit. Seine Beziehung zu seiner Partnerin Mali ist von einer fetischisierten Unterordnung der weiblichen Rolle geprägt, was zu Spannungen in ihrer Beziehung führt und Fragen nach der nächsten Generation von sexpositiven Clubs und dem Umgang miteinander aufwirft.
Elisa lebt polyamor und pansexuell und bewegt sich selbstsicher und frei im KitKat Club. Sie ist dabei, sich selbst zu finden, entfaltet sich und lebt in der Clubszene auf, im Gegensatz zu der normativen, spießigen Welt außerhalb. Sie geht regelmäßig mit ihren Freundinnen ins KitKat und lebt dort ihre Sexualität aus. Offen spricht sie mit ihrem Vater über ihre Erfahrungen und nimmt ihn schließlich sogar mit in den Club. Gleichzeitig kennen sie und ihre Freundinnen auch die Schattenseiten einer falsch verstandenen Freizügigkeit.
Vici und Marvin sind ein Paar und leben ihre BDSM-Beziehung auch im Club aus: Als Dom und Sub spielt Marvin die Master-Rolle, während Vici mit Halsband und Leine ihre unterwürfige Seite zeigt. Außerhalb des Clubs ist Vici die toughe Businessfrau, die im Alltag die Hosen anhat, während Marvin ihr mit liebevollen Gesten den Rücken freihält und sich um die kleinen Dinge kümmert. Ihre Partnerschaft ist von Liebe, Wertschätzung und einem klaren Verständnis für Regeln im Umgang miteinander geprägt. Wir begleiten sie in innigen Momenten miteinander, im Spiel im Club und in ihrem Zuhause. Zwischen charmanter Spießigkeit im Alltag, Zuneigung und BDSM-Ritualen zeigen die beiden, wie eine liebevolle kinky Beziehung aussehen kann.
Hottie de Paris ist Performance-Künstlerin und seit langem eine feste Größe der Berliner Club- und Performance-Szene. Als Businessfrau am Tag und Performerin in der Nacht bewegt sie sich zwischen Kunst, Erotik und Selbstinszenierung. Bekannt für ihre „Reclaiming Sensuality“-Performances, setzt sie sich mit Sinnlichkeit, Empowerment und Bodypositivity auseinander. Als erfahrene Frau in der kinky Szene hat sie über die Jahre viel über Grenzen, deren Wahrung und den Umgang mit Grenzüberschreitungen gelernt. Ihre Show „Body Heat“ ist eine Performance, die nur mit Consent funktioniert. Beim spielerischen Malen-nach-Zahlen zeigt sie dem kinky Nachwuchs und denen, die noch Nachhilfe brauchen, wo es langgeht.
David ist Stammgast im KitKat, einem Ort, an dem er sich wohlfühlt und sich treiben lassen kann. Gleichzeitig weiß er um die Oberflächlichkeit dieses Lebens und spürt, dass der Konsum und das Clubbing-Leben zunehmend seinen Alltag bestimmen. Er zieht sich aus der Clubszene zurück und versucht, ein neues Leben anzufangen, unterstützt von seiner Schwester Steffi. Doch obwohl er weiß, dass er Abstand gewinnen muss, zieht es ihn immer wieder zurück in den Club, mit dem Teufel auf seiner Schulter.
Lexi kommt aus den USA und hat das KitKat zu einem festen Bestandteil ihres Berliner Lebens gemacht. Sie besucht Orgien und Sexpartys und ist immer busy, ständig am Telefon, hat zu allem eine Meinung und kommt mit jedem ins Gespräch. Für ihre Freund*innen hat sie immer ein offenes Ohr und schafft es, schnell Nähe zu Menschen aufzubauen. Doch außerhalb des Clubs erlebt sie auch die andere Seite Berlins. In einem Land, in dem viele Menschen nicht offen über Gefühle sprechen, bleibt sie oft die Ausländerin und fühlt sich selbst manchmal gestrandet.
REGIE
Philipp Fussenegger
PRODUZENTIN
Cordula Kablitz-Post
KAMERA
Dino Osmanović
AUTORIN
Susanne Heuer
AUTOR
Philipp Fussenegger
EDITORIN
Judy Landkammer
CREATIVE PRODUCER / PRODUKTIONSLEITUNG
Robert Kreuzaler
HERSTELLUNGSLEITUNG
Dr. Renate Gompper
EINE PRODUKTION VON
avanti media fiction
FUNFAIRFILMS
ZDF Kleines Fernsehspiel
GEFÖRDERT MIT MITTELN VON
Vier Jahre lang haben wir an KITKATCLUB – KINKS OF BERLIN gearbeitet. Es war der komplexeste Film, den ich bislang realisiert habe.
Der KitKatClub in Berlin ist ein Raum, der sich der Dokumentation grundsätzlich entzieht. Kameras werden an der Tür abgegeben. Diskretion ist nicht Regel, sondern Bedingung der Existenz. Einen Film genau dort beginnen zu lassen, bedeutet, sich mit den eigenen Blicken und Absichten auseinanderzusetzen.
Die Dreharbeiten waren nur möglich, weil Vertrauen über Jahre gewachsen ist. Nicht institutionell, sondern persönlich. Dieser Film ist kein externer Zugriff auf eine Subkultur, sondern eine innere Annäherung an einen Ort, der mich selbst geprägt hat. Der Blick ist subjektiv. Und er beansprucht keine Repräsentativität.
Mich interessierte weniger das Spektakel als der Übergang. Der Moment der Verwandlung. Der Augenblick vor dem Spiegel, bevor Identität performativ wird. Das Anziehen einer zweiten Haut. Das Ablegen einer anderen. In diesen Zwischenräumen entsteht eine Form von Wahrheit, die sich der eindeutigen Zuschreibung entzieht.
Wir haben bewusst auf Off-Kommentar, Interviews oder kontextualisierende Einordnung verzichtet. Nicht aus Reduktion, sondern aus Haltung. Der Film sucht keine Erklärung, sondern Erfahrung. Er beobachtet, ohne zu bewerten. Er bleibt nahe, ohne zu entblößen.
Der KitKatClub ist ein Ort, an dem Masken getragen werden, um authentisch zu sein. Diese Ambivalenz – zwischen Inszenierung und Aufrichtigkeit, Exzess und Zärtlichkeit, Kollektiv und radikaler Individualität – bildet die strukturelle Bewegung des Films. Die Montage folgt keinem linearen Narrativ, sondern einer emotionalen Dramaturgie. Begegnungen überlagern sich. Körper werden zu Landschaften. Gespräche zu leisen Widerständen gegen Scham.
Was mich dabei beschäftigt hat, ist eine grundlegende Frage des Kinos: Wie entsteht Nähe? Und wann kippt Nähe in Übergriff? In einem Raum, der von Intimität lebt, war Zurückhaltung die entscheidende Form der Präzision.
KITKATCLUB – KINKS OF BERLIN verstehe ich als Zeitdokument einer Stadt, die sich permanent neu erfindet – und zugleich als sehr persönliche Archivierung eines Moments. Vielleicht ist es ein Film über Freiheit. Vielleicht über Projektion. Vielleicht über den Wunsch, für eine Nacht jemand anderes zu sein – und gerade darin sich selbst zu begegnen.
Teufel Premium-In-Ear-Kopfhörer AIRY TWS PRO
Tonangebend in allen Lagen: Der neue kabellose In-Ear-Kopfhörer AIRY TWS PRO von Teufel kommt mit großem Funktionsumfang wie fortschrittlicher Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus, Steuerelementen an den Earbuds inklusive Lautstärke-Slider und einer langen Akkuausdauer. Der AIRY TWS PRO ist in fünf Farben zu haben, neben klassischen schwarzen und weißen Ausführungen gibt es die Kopfhörer auch in Misty Green, Steel Blue und Cosmic Teal.
Leidenschaft für guten Sound seit 1979: Teufel designt und entwickelt hochwertige Audio-Highlights im Herzen Berlins und gehört zu den führenden deutschen Herstellern von Stereo-Lautsprechern, Soundbars, Heimkino-Systemen, Bluetooth-Speakern, Kopfhörern und mehr. Und das mit allen Vorteilen beim Kauf direkt vom Hersteller.
THE CODE 50 € Gutschein
BY THE SCENE / FOR THE SCENE
THE CODE is a Berlin clubwear and alternative fashion store.
Nimm teil und wähle einen Preis aus:
Teilnahmebedingungen
Einsendeschluss ist der 10.10.2026. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung der Preise möglich. Teilnahme ist nur für Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland möglich. Es gelten die allgemeinen Geschäftsbedingungen der farbfilm verleih GmbH.